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Dope

 Das war mit abstand der abstruseste Samstag meines Lebens. Raoul ist nämlich auf den grandiosen Einfall gekommen sich mit irgendeinem Mädel, welches er irgendwoher kennt in der Stadt zu treffen und mich mitzunehmen, diese Entscheidung sollte er später bereuen. Als ich also seinen Anruf entgegen nahm sagte ich "ok geht klar, ich bringe was mit, werde die gute los - schnell, denn wir brauchen keine Zeugen"

Er: "ja das nicht, aber ich muss ficken, außerdem ist es nötig das jemand unsere Exsesse protokolliert"

Ich: "Ok wenn es den sein muss, aber die siehst du unter Garantie nie wieder"

Er: "Jupp, also bis dann"

Ich(feixend und kopfschüttelnd): " ok, also bis dann, ciao ciao"

Er: "Ciao Ciao" 

Ich fuhr also eine langweilige halbe Stunde zum Bahnhof und traf mich mit Ihm und A.(das Weibchen)

Was nun folgen sollte war das übelste was mir in der letzten Zeit so passiert ist und an das ich mich erinnern kann.

Wir fuhren aus jetzt nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen eine halbe Stunde Bahn, in welcher ich verzweifelt versuchte einen Dübel zu bauen, ich weiß das ich das erst beim zweiten Anlauf schaffte. Besagter Dübel war stark genug um uns in die "Sonnenbrillen-Phase" zu versetzen. Das bedeutet das wir trotz nicht vorhandenem Licht mit auffälligen, spiegelnden Sonnebrillen durch die Gegend liefen, irre kichernd und A. völlig ignorierend. Wie wir die Zeit zwischen diesem und dem nächsten Dübel verbrachten weiß ich nicht mehr, das ist aber gerade auch nicht so wichtig da ich gerade festgestellt habe, das ich zwei Drogengeschichten eben zu einer gemacht habe/ machen wollte.

Also nocheinmal von Vorne.

 

Am Freitag traf ich mich mit Raoul( ich brauche unbedingt andere Pseudonyme) um einen Blunt zu rauchen( Blunts sind aromatisierte und sehr feuchte, vorgefertigte Tabak"papers" welche man nur mit puren Dope raucht. Wir trafen uns also mal wieder am Bahnhof, setzten uns dort an die Gleise und fingen an das Teil zu rollen. Wir kippten also gute 2 Gramm in das Ding rein und drehten zu. Wir verließen den Bahnhof irre kichernd und mit leichter bis mittelschwerer Paranoia, zündeten das Ding das erste mal an und genossen. Naja eigentlich kann man hier nicht von genießen sprechen, denn der Blunt schmeckte leicht nach Popcorn und roch nach Schwarzpulver -  was weiß ich wieso. Wir machten uns auf den Weg in Richtung des Parks, beobachteten dort 10 Minuten lang, unfähig uns zu rühren zwei Enten und beraten uns über das Für und Wieder ihres Federkleides.Nach geraumer Zeit setzten wir unseren Weg fort - zufällig führte dieser durch die Innenstadt und das zur Hauptgeschäftszeit. Die Situation war beängstigend, es war wieder eine dieser klassischen Zombie-Paranoia-Dichtness Situationen. Die Passanten, welche auf uns zu kamen waren wie eine lebende, ferngesteuerte Wand. In Anbetracht dieser Tatsache und dem Wunsch Raouls folgend ( ob ich es auch wollte weiß ich nicht mehr) bogen wir in eine Nebenstraße ab welche uns direkt zum Nebeneingang von Galeria führte. Dort angekommen rauchten wir kichernd und Sonnenbrillen tragend den Rest des Blunts - eine Maßnahme welche mindestens ncoh weitere 10 Minuten in Anspruch nahm. Danach gingen wir rein und genau das war der Fehler den der Eingang war ein langer,geknickter und nach unten hin abfallender, marmorner Gang. Also völlig surreal, wie eines dieser Bilder von M.C. Escher und dort mussten wir runter - unnötig zu erwähnen das wir ein hochgradig seltsames Verhalten an den Tag legten, so liefen wir zum Beispiel mit schräg nach rechts geneigten Oberkörpern( was wir für ein, durch die Schwerkraft verursachtes, Phänomen hielten)diesen Gang hinunter auf den Fahrstuhl (welcher völlig sinnfreier Weise einen Spiegel an der Decke hat) zu, überlegten es uns  in einem Anfall von Wahnsinn dann doch anders und nahmen die Rolltreppen -ein fataler Fehler. Die Rolltreppen waren vollkommen krank wir standen auf ihnen, an dem Geländer(?) festgeklammert in den Abgrund unter uns sehend und immer wieder lachend und dennoch irgendwie ängstlich" Oh Gott, Oh Gott" schreiend und das so lange bis wir endlich den die 4 Etage erreicht hatten. Ich weiß noch das wir eigentlich noch einen Dübel auf dem Klo dort bauen wollten, aber ich habe keine Ahnung mehr ob wir das auch geschafft haben. Letztenendes hockte Raoul in einer dieser Kabinen und pinkelte vermutlich( vielleicht auch nicht aber wer weiß das schon). Ich beschloss aus Solidarität ebenfalls eine der Kabinen zu konsultieren, allerdings ohne zu pinkeln, also saß ich im Schneidersitz auf dem Klodeckel, lachte und sagte immer wieder verzweifelt dasselbe, während Raoul dasselbe tat.Was nach all dem passierte weiß ich nicht mehr.

1.3.08 15:08
 


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