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Mist vermaledeiter

Ist schon eine verdammt lustige Situation, ich habe eigentlich überhaupt kein Interesse mich mitzuteilen.Dennoch schreibe ich irgendwelchen Stuss den sowieso niemand wissen möchte in einen Blog und kehre so mein innerstes nach außen und was bringt mir das?

- nichts, njente, nada, zero und genauso viel haben die Leute die das hier lesen von dem Blog.

Also sozusagen eine symbiotische Beziehung zwischen User und....sagen wir Blogverfasser welche letztenendes zu nichts führt. TOLL

Wie dem auch sei, heute ist Dienstag und ich habe gerade einen recht ermüdenden Tag hinter mir - und das um 15 uhr aber was solls

momentan sieht mein Tagesplan folgendermaßen aus:

1. Dope holen

2. Raoul am Bahnhof treffen

3. Dicht in der Innenstadt rumlaufen und an verschiedensten Orten Schach spielen

 

Letztenendes wird es wohl darauf hinauslaufen das Raoul mich, trotz meines Intellekts, mehrfach im Schach schlagen wird und ich vor Frustration irgendwelche Leute anbrülle. Interessant finde ich allerdings das unsere gemeinsamen Schachspiele die perfekte Metapher für mein Leben darstellen: trotz offensichtlicher Überlegenheit in Bildung und Intellekt werde ich geschlagen - oder villeicht gerade deswegen? Ist es nicht so das die wenigen Menschen auf dieser Welt, die mit wachen und offenen Augen durchs Leben gehen letztenendes gerade aufgrund ihres Intellekts zu so abgefuckten Existenzen wie wir es sind verkommen? Dieser Gedanke plagt mich schon seit ewigen Zeiten, steht nicht schon in der Bibel geschrieben "selig sind die geistig Armen" ? Übrigens eine faszinierende Selbstanalyse der christlichen Religion und wahrscheinlich eine der wenigen Wahrheiten dort. Letztenendes sind es die dummen die die Welt regieren, zumindest muss man das annehmen wenn man sich in der Welt umsieht oder? Ich meine wie kann es sein das immer nur die inkompetenten Bastarde an den wichtigen Hebeln und Schaltern der Maschine sitzen, die unsere Gesellschaft darstellt? Egal ich schweife ab, der eigentliche Beweggrund diesen Text hier zu editieren war ja eigentlich folgender. Mir ist wieder eingefallen wozu ich diesen Blog hier schreibe, Raoul und ich haben nämlich beide in einem unserer üblen Rauschzustände beschlossen unsere Erlebnisse und Trips sowohl fotografisch und schriftlich als auch auf Videos zu bannen. So zu sagen als vermächtniss für die Nachwelt. Die Vorstellung ist natürlich lustig, also das das hier irgendwann mal jemand ließt und diese Person(oder ein Außerirdischer oder von mir aus auch ein Nazi der aus dem Erdinneren kommt(jaja der gute alte Varg)) feststellt das auch Misanthropen wie ich es bin letztenendes nur Menschen sind.Eigentlich bin ich gar kein Misanthrop sondern vielmehr ein Menschenfreund, also sozusagen ein misanthropischer Menschenfreund(?). Das mag jetzt etwas paradox klingen und das ist es auch aber das ändert nichts daran dass das dennoch der Wahrheit entspricht (wenn es so etwas wie Wahrheit überhaupt gibt). Ich hasse Menschen weil sie es nicht schaffen sich meinen Idealvorstellungen von der Menschheit gemäß zu verhalten. Eigentlich liebe ich sie, es sind faszinierende Studienobjekte und sie schaffen einige grandiose Dinge. Aber wenn ich dann mal wieder mit Raoul mitten im Hauptbahnhof Leipzig auf einem roten Ledersofa sitze und wir die Menschen dort beobachten, wie sie wie ferngesteuert durch diesen Konsumtempel ,der er nun einmal ist, hasten, mit einer dieser herschsüchtigen, mobilen  Telekommunikationseinheiten am Ohr und starrem leeren Blick kann man sie doch eigentlich nur hassen und verachten - oder?

 

Ps.: mir ist klar das dass hier qualitativ völlig minderwertig ist, aber in Anbetracht der Tatsache das dass hier sowieso niemand lesen wird ist das eigentlich auch völlig irrelevant

es ist schön sich mal gehen lassen zu können....

26.2.08 15:50


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Friede

Ich sitze denkend und allein an meinem Fenster und betrachte das verwitterte Kleinstadtloch in dem ich wohne. Der kühle Nachtwind streicht über meine Haut und mit ihm kommt der Geruch nach Regen und Asphalt. Die Straßenbeleuchtung flackert leise summend vor sich hin und taucht die Straße in ein synthetisches, gelbliches Licht oder vielmehr Zwielicht. Das Dunkel der Nacht scheint von außen gegen diese "Kuppel" aus Licht zu drücken und man wünscht sich das sie endlich zusammenbricht und der Friede, den die Dunkelheit mit sich bringt die Straßen und Häuser und vor allem das Hirn überflutet. Müdigkeit und verschiedene Mittelchen benebeln meinen Verstand und ich blinzle immer wieder bis sich die Augen letztenendes schließen. Zumindest denke ich das, haben sie sich wirklich geschlossen? Ich stehe immer noch an dem Fenster, doch ist das was ich warnehme nicht mehr dasselbe. Die Umgebung verändert sich, um mich herum verfällt das Zimmer zu einer jämmerlichen Ruine und weiter bis nichts mehr von den Wänden übrig ist. Die Landschaft die ich nun, da ich im freien stehe, wahrnehme ist karg und steinig, das einzige was ich am Horizont erblicke sind die Reste unserer "Zivilisation". Doch das ist nicht das Ende, im Gegenteil-wie im Zeitraffer bedeckt sich der graue Fels und rissige Asphalt mit fremdartiger Flora und Fauna und Wälder mit Bäumen von titanischen Ausmaßen wachsen unter einer Art vielfarbigen, wirren Version des Nordlichts. Viel ändert sich, ich sehe die Wälder vergehen und die Seen steigen, solange bis nur noch Wasser ist. Mein Körper verändert sich, passt sich an, ich spüre die Schwere des Wasser welches durch meine Kiemen strömt. Der Meeresgrund ist bedeckt mit faszinierenden,durchscheinenden,tentakligen Meerespflanzen welche mir über den Körper streichen. Ich schwimme, nein gleite durch diesen Ozean und sehe seltsame Wesen an mir vorrüber ziehen, friedlich und anmutig, einer mir unbekannten Choreografie folgend. Die Lichter über der Meeresoberfläche brechen sich an ihr und bilden vielfarbige Muster auf meiner grau glänzenden, schuppigen Haut. Ich nehme die elektrischen Impulse , welche durch die Muskelkontraktion anderer Lebewesen erzeugt werden wahr. Andere kleine Fische folgen mir und fressen was ich übrig lasse,putzen meine Haut und genießen meinen Schutz. Ich schwimme durch Tiefseegräben und bewege mich elegant durch riesige Planktonwälder. Es herrscht Stille welche ab und an vom Gesang der waalähnlichen Lebewesen durchbrochen wird, die in riesigen Rudeln durch das Meer streifen. Es wird immer dunkler und tiefer, meine Augen werden zu riesigen, gelben Tellern welche das Restlicht hier unten auffangen. Meine Haut wird Transparent und meine Flossen bilden sich ein wenig zurück und trotz der totalen Dunkelheit strahlen die Dinge und wesen hier untern in den abstrusesten Farben und Formen. Alles hier ist bizarr und dennoch wunderschön. Mein Verstand wird immer mehr durch Instinkt ersetzt, Ruhe kehrt in den Windungen meines Kopfes ein und Friede macht sich breit. Ich schließe meine Augen, lasse mich treiben und genieße. Ganz langsam öffne ich sie wieder. Meine Pupillen weiten sich und ich starre an die weiße Decke. Mein Geist ist benebelt und betäubt, beginnt aber langsam wieder zu arbeiten. Der Raum riecht nach süßlichen, schweren Rauch und auf dem kleinen, schwarzen Tischchen neben mir steht ein Glas auf dessen Boden sich eine üble, grünliche Flüssigkeit befindet, welche mit kleinen weißlich, grünen Pflanzenstückchen versetzt ist.Mein Blick streift ungläubig durch den Raum und ich lausche krampfhaft in die relative Stille hinein, darauf hoffend das ich die Waale wieder höre. Stattdessen vernehme ich aber das nervig, quietschende Krächzen der Straßenbahn, ein frustrierter Seufzer entfährt mir und der Lärm macht sich wieder in meinem Kopf breit....
27.2.08 22:56





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