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Tick Tack

Folgendes Szenario:

wir haben schon vor längerem beschlossen das es vielleicht ökonomischer wäre größere Mengen Dope zu bestellen um diese dann zu verticken, eigentlich ist das unter meiner Würde aber einem Menschen in meinem Alter und mit meinen Ansprüchen wird heutzutage wenig geboten um sein kärgliches Budget aufzubessern.Wie dem auch sei zu dem oben genannten Zwecke hatte ich eine Geburtstagsfeier organisiert bzw. ich habe uns einfach eingeladen da mir zu Ohren gekommen war das dort gute Hundert Leute auftauchen sollten, von denen nun wiederum die Hälfte potentielle Kunden waren.

Raoul und ich trafen uns also gegen 20:00 um zu unserem Dealer zu gehen und das Dope zu holen, abzupacken und zu verschwinden.An sich hört sich das recht simpel an, das Problem bestand allerdings darin das das letzte Wochenende irgendein Russe vor einer Diskothek kalt gemacht wurde und Ausländer mit Migrationshintergrund diverse Diskotheken überfielen.

Letztenendes stellte sich raus das es einen angeblichen Konflikt zwischen Security Firmen und Kanackenschlägertrupps  um die Vorherrschaft um die verschiedenen Vergnügungseinrichtungen/Tanzhäuder gibt/gab.

Selbstverständlich wurde das ganze zu einem riesigen nahezu  Staatssicherheit bedrohendem Konflikt hochgepusht. Misstrauische Menschen wie meine Wenigkeit riechen hier schon wieder Verschwörung und Hetze. Sicherlich sind unsere orientalischen Freunde ein Problem, zumindest die unangepassten, mit  testosteron Vollgepumpten Primitivlinge.

Wie dem auch sei, diese Ereignisse führten also zu erhöhter Polizeipräsenz, dazu kam noch ein LOK Spiel und  die braunen Dumpfbacken von der NPD hatten sich auch angemeldet.

Also um es kurz zusammenzufassen, es war der perfekte Tag um mit einem Aktenkoffer voller Gras und Waffen durch die Innenstadt zu laufen, in eine Bahn einzusteigen und  mit Glatze, Arroganz und Anzug besagtes Gras an ein paar Linksfaschisten zu verticken.

Der Weg durch die Stadt bzw. zum Haubtbahnhof gestaltete sich als weniger gefährlich als wir dachten, inmitten des Trubels wurde uns von Sicherheitskräften und anderen potentiellen Gefahrenquellen (zu denen Dank meiner ausgeprägten Paranoia auch Hutträger, ältere Herrschaften, Mütter, Schwangere, Nichtraucher, DB Angestellte, LVB Angestellte und diverse andere zählten) zum Glück nicht all zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und wir kamen an der Haltestelle an an der wir aussteigen mussten.

Unser Empfangskomitee bestand aus der Gasgeberin und ein paar Punks welche sich wie erwartet auffällig und unzivilisiert verhielten und somit alles an Aufmerksamkeit auf sich zogen (sofern das auf einer verlassenen Landstraße möglich ist).

die "Party" bestand aus Punks und infantilen dummspacken welche nicht genug Geld hatten um uns zu bezahlen, letztenendes rauchten wir große Mengen unserer eigenen Ware weg und vertickten den Rest, der Schnitt den wir machten deckte zumindest die Unkosten und ermöglichte uns einige neue Kontakte.

 Gruslig war die Tatsache das wir dem gesamten Abend unserer Lieblingsbeschäftigung frönnten - wir ließen uns unsere Verachtung und Misanthropie anmerken und vergraulten somit wahrscheinlich tonnenweise Leute die ohne unser Verhalten eventuell doch etwas gekauft hätten, im Nachhinein muss ich aber sagen das dies durchaus als positiver Effekt zu werten ist, da wir sowieso nicht alle hätten versorgen können....

18.3.08 22:52


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mein Leben ist wie ein werk von shakespeare

wieso?

ganz einfach,tragisch,stressig ne menge gewalt und am ende sterben alle hauptcharaktere

5.3.08 22:03


briefende

BANG!!!!!!

ich bin so was von gut

ficken?

Autogramme?

apropos
 
habe mehrerere an der Angel

Buzzz

lass mal wieder was zusammen machen

ficken oder so was
 

gez. Dr. Gonzo alias Lou Cypher alias M. Lichtbringer alias Mr. Anthropie
5.3.08 11:50


Wieso schreibe ich das hier eigentlich?

Lustig, lustig ist hier so ziemlich nichts, also irgendwie schon, aber auch nur wenn man ein verdammter Zyniker ist dem es sowieso am Arsch vorbei geht. Ich habe heute meinen Arbeitstag wider erwarten erfolgreich pünktlich um 8:30 begonnen. Der erste Erfolg des Tages, aber es sollte natürlich nicht so weiter gehen, denn mich erwarteten drei verdammte Aktenordner welche vollgepackt waren mit irgendwelchen Belegen und anderem Buchhalter-Rümpel. Ich begann also meine Arbeit, glücklicherweise mit Musik da mein MP3 Player irgendwie doch funktioniert. Also saß ich wie gesagt mit Musik (in diesem speziellen Falle das Behemoth Album "Zos Kia Cultus" ) an meinem Rechner/Arbeitsplatz und bearbeitete ellenlange Seiten, welche mit tausenden verschiedenen Buchungen bedeckt waren. Irgendwann verließ mich die Motiovation weiterzumachen, also schnürte ich meine Stiefel etwas fester und bewegte mich nach unten um eine zu rauchen.Apropos Stiefel, das führt mich zu einer von mir seit längerem entwickelten Idee, naja eigentlich ist es nur ein blöder Einfall, welcher mich während einer harten und schlaflosen Nacht befiel( wieso ausgerechnet dieser Gedanke weiß wahrscheinlich noch nicht einmal G to the O to the D himself).

Ich habe in besagter Nacht festgestellt das sich mein Kleidungsstil in 4 Unterkategorien einteilen lässt, diese werde ich jetzt hier aus Gründen die mir völlig schleierhaft aber auch egal sind aufzählen.

 

(1) der Vampir

Nun, Vampir trifft es nicht, kommt dem aber am nächsten. Dieser Stil zeichnet sich durch dunkle, exquisite Kleidung aus, meißt schwarze oder dunkelrote Hemden, Samtjacket oder halblanger lederner Gehrock, ab und an eine Krawatte, mein silberner Siegelring(den ich aber immer trage), schwarze Kurt- oder Anzughosen, Glatze, Sonnenbrille, hellblaue Kontaktlinsen und polierte Springer welche aber, zumindest in Kombination mit Anzughosen oder Samt, nicht geschnürt werden und ducrch die Hose verdeckt sind.

 

(2) der militante Stadtguerilla

Das trifft es schon eher, die Stiefel werden bis hoch geschnürt, die USMC Hose reingesteckt und für den Oberkörper ein Bandshirt oder etwas ähnliches manchmal kombiniere ich das auch mit dem halblangen Ledermantel aber meißt eher nicht. Unnötig zu erwähnen das am Gürtel, ein Teleskopschlagstock hängt...

 

(3) das Gestapo-Arschloch

Eins vorweg: ich stehe auf die Ästhetik des "dritten Reichs" und verwende einige Aspekte und Phrasen dieser Zeit auch ab und an um zu provozieren( ich provoziere nie um zu provozieren, sondern um irgendein, von mir angestrebten Effekt zu erhalten), aber ich bin keinesfalls ein Nazi, im Gegenteil, ich kann diese tumben Kreaturen absolut nicht ab. Nun diese Outfit besteht aus einem recht alten, halblangen schwarzen Ledermantel mit Gürtel. Der Mantel wird von mir oft geschnürt aber ab und an auch offen getragen dazu ein schwarzes Hemd, Jeans welche in den geschnürten Stiefeln stecken und tadaaaaa.

 

(4) das Yuppie Arschloch

Tja, das brauch ich eigentlich nicht beschreiben, hier kommt das beste meines Kleiderschranks zusammen, Seidenhemden, Westen, Jackets, ein brauner "Business Mantel"(aber mit Ourobos)Tweed-, Kurt- oder Anzughosen, Armbanduhren, exuisite Waffen unter der KLeidung, Zigarettenetuis.

 

Interessant ist allerdings, das wenn man die Eigenschaften der einzelnen Kleidungsstile vereint zu einer Person kommt die ich ICH nenne, also repräsentieren die eben genannten Unterkategorien Teile meiner Persönlichkeit und führen zu eurem geliebten Dr.

 

Nun, um auf den heutigen Tag zurückzukommen.

ich komme also vom Rauchen zurück, bin hochgradig geladen, da Behemoth von Gorgoroth abgelöst wurden, setze mich an meinen Arbeitsplatz

um die nun folgenden Begebenheitn korrekt darzustellen habe ich mir sogar kryptische Notizen gemacht, welche ich hier einfach mal zitiere:

bearbeite Rechnungen----->Schweiß----->Wut, da Gorg.-----> Sekretärinnen labern----->hören nicht auf-----> VERPISST EUCH!!!!!

 

soviel zu meinen Aufzeichnungen, aber in dem Moment wo ich das schrieb kehrte plötzlich Ruhe ein und die zwei quallengesichtigen Biester verschwanden wieder in ihren Höhlen mein letzter Stcihpunkt war also folgender

Kommunikation läuft hier über Musik

4.3.08 12:20


Wieso immer Ich ?

Montag

Dieses simple Wort birgt für mich einen ungeheuren Schrecken. Es ist der Tag an dem man aus der angenehmen Illusion von Freiheit zurück und mit schwerem Kater und Augenringen zurück in die Realität geschubst wird, welcher man dann völlig überfordert entgegen treten muss.

Nun, das habe ich heute mehr oder minder erfolgreich getan. Der Tag begann eher unschön, ich habe fast verpennt, mein Vater weckte mich zehn Minuten vor meinem Handy mit den Worten "musst du nicht langsam raus" mein MP3 Player ist hinüber und ich hatte eine verregnete halbstündige Bahnfahrt vor mir. Ich kam glücklicherweise pünktlich, wenn auch durchnässt (trotz Mantel) im Büro an und hier verliert die Geschichte ihren Reiz. Ich brachte nämlich volle 7 Stunden in diesem Büro zu, ohne irgendwas zu tun, es gab keinerlei Aufträge für den dummen Praktikanten und so schrieb ich sinnlosen Mist und verabredete mich mit einer potentiellen Kandidatin für den Titel "Freundin des Doktors" und sie kam sogar und war nebenher auch noch attraktiv, das einzig ungute war die Tatsache das , laut ihrer Aussage Ähnlichkeiten mit ihrem toten Freund/Verlobten aufwies.

TOLL

so was kann nur mir passieren...

ich beschloss also das ganze zu vergessen und mich in meine kühle, libidofreie Höhle zu verziehen und darauf zu scheißen das es in absehbarer Zeit wohl nicht möglich sein wird etwas weibliches zu finden was mich vielleicht nicht mit dem verstorbenen Freund asoziiert, oder den Horizont einer Tomate hat, oder eine strikte abstinenzlerantidrogenmeinungwasauchimmer vertritt,

ach fuck off, das deprimiert

ich gehe was rauchen

3.3.08 23:57


Dope

 Das war mit abstand der abstruseste Samstag meines Lebens. Raoul ist nämlich auf den grandiosen Einfall gekommen sich mit irgendeinem Mädel, welches er irgendwoher kennt in der Stadt zu treffen und mich mitzunehmen, diese Entscheidung sollte er später bereuen. Als ich also seinen Anruf entgegen nahm sagte ich "ok geht klar, ich bringe was mit, werde die gute los - schnell, denn wir brauchen keine Zeugen"

Er: "ja das nicht, aber ich muss ficken, außerdem ist es nötig das jemand unsere Exsesse protokolliert"

Ich: "Ok wenn es den sein muss, aber die siehst du unter Garantie nie wieder"

Er: "Jupp, also bis dann"

Ich(feixend und kopfschüttelnd): " ok, also bis dann, ciao ciao"

Er: "Ciao Ciao" 

Ich fuhr also eine langweilige halbe Stunde zum Bahnhof und traf mich mit Ihm und A.(das Weibchen)

Was nun folgen sollte war das übelste was mir in der letzten Zeit so passiert ist und an das ich mich erinnern kann.

Wir fuhren aus jetzt nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen eine halbe Stunde Bahn, in welcher ich verzweifelt versuchte einen Dübel zu bauen, ich weiß das ich das erst beim zweiten Anlauf schaffte. Besagter Dübel war stark genug um uns in die "Sonnenbrillen-Phase" zu versetzen. Das bedeutet das wir trotz nicht vorhandenem Licht mit auffälligen, spiegelnden Sonnebrillen durch die Gegend liefen, irre kichernd und A. völlig ignorierend. Wie wir die Zeit zwischen diesem und dem nächsten Dübel verbrachten weiß ich nicht mehr, das ist aber gerade auch nicht so wichtig da ich gerade festgestellt habe, das ich zwei Drogengeschichten eben zu einer gemacht habe/ machen wollte.

Also nocheinmal von Vorne.

 

Am Freitag traf ich mich mit Raoul( ich brauche unbedingt andere Pseudonyme) um einen Blunt zu rauchen( Blunts sind aromatisierte und sehr feuchte, vorgefertigte Tabak"papers" welche man nur mit puren Dope raucht. Wir trafen uns also mal wieder am Bahnhof, setzten uns dort an die Gleise und fingen an das Teil zu rollen. Wir kippten also gute 2 Gramm in das Ding rein und drehten zu. Wir verließen den Bahnhof irre kichernd und mit leichter bis mittelschwerer Paranoia, zündeten das Ding das erste mal an und genossen. Naja eigentlich kann man hier nicht von genießen sprechen, denn der Blunt schmeckte leicht nach Popcorn und roch nach Schwarzpulver -  was weiß ich wieso. Wir machten uns auf den Weg in Richtung des Parks, beobachteten dort 10 Minuten lang, unfähig uns zu rühren zwei Enten und beraten uns über das Für und Wieder ihres Federkleides.Nach geraumer Zeit setzten wir unseren Weg fort - zufällig führte dieser durch die Innenstadt und das zur Hauptgeschäftszeit. Die Situation war beängstigend, es war wieder eine dieser klassischen Zombie-Paranoia-Dichtness Situationen. Die Passanten, welche auf uns zu kamen waren wie eine lebende, ferngesteuerte Wand. In Anbetracht dieser Tatsache und dem Wunsch Raouls folgend ( ob ich es auch wollte weiß ich nicht mehr) bogen wir in eine Nebenstraße ab welche uns direkt zum Nebeneingang von Galeria führte. Dort angekommen rauchten wir kichernd und Sonnenbrillen tragend den Rest des Blunts - eine Maßnahme welche mindestens ncoh weitere 10 Minuten in Anspruch nahm. Danach gingen wir rein und genau das war der Fehler den der Eingang war ein langer,geknickter und nach unten hin abfallender, marmorner Gang. Also völlig surreal, wie eines dieser Bilder von M.C. Escher und dort mussten wir runter - unnötig zu erwähnen das wir ein hochgradig seltsames Verhalten an den Tag legten, so liefen wir zum Beispiel mit schräg nach rechts geneigten Oberkörpern( was wir für ein, durch die Schwerkraft verursachtes, Phänomen hielten)diesen Gang hinunter auf den Fahrstuhl (welcher völlig sinnfreier Weise einen Spiegel an der Decke hat) zu, überlegten es uns  in einem Anfall von Wahnsinn dann doch anders und nahmen die Rolltreppen -ein fataler Fehler. Die Rolltreppen waren vollkommen krank wir standen auf ihnen, an dem Geländer(?) festgeklammert in den Abgrund unter uns sehend und immer wieder lachend und dennoch irgendwie ängstlich" Oh Gott, Oh Gott" schreiend und das so lange bis wir endlich den die 4 Etage erreicht hatten. Ich weiß noch das wir eigentlich noch einen Dübel auf dem Klo dort bauen wollten, aber ich habe keine Ahnung mehr ob wir das auch geschafft haben. Letztenendes hockte Raoul in einer dieser Kabinen und pinkelte vermutlich( vielleicht auch nicht aber wer weiß das schon). Ich beschloss aus Solidarität ebenfalls eine der Kabinen zu konsultieren, allerdings ohne zu pinkeln, also saß ich im Schneidersitz auf dem Klodeckel, lachte und sagte immer wieder verzweifelt dasselbe, während Raoul dasselbe tat.Was nach all dem passierte weiß ich nicht mehr.

1.3.08 15:08


Friede

Ich sitze denkend und allein an meinem Fenster und betrachte das verwitterte Kleinstadtloch in dem ich wohne. Der kühle Nachtwind streicht über meine Haut und mit ihm kommt der Geruch nach Regen und Asphalt. Die Straßenbeleuchtung flackert leise summend vor sich hin und taucht die Straße in ein synthetisches, gelbliches Licht oder vielmehr Zwielicht. Das Dunkel der Nacht scheint von außen gegen diese "Kuppel" aus Licht zu drücken und man wünscht sich das sie endlich zusammenbricht und der Friede, den die Dunkelheit mit sich bringt die Straßen und Häuser und vor allem das Hirn überflutet. Müdigkeit und verschiedene Mittelchen benebeln meinen Verstand und ich blinzle immer wieder bis sich die Augen letztenendes schließen. Zumindest denke ich das, haben sie sich wirklich geschlossen? Ich stehe immer noch an dem Fenster, doch ist das was ich warnehme nicht mehr dasselbe. Die Umgebung verändert sich, um mich herum verfällt das Zimmer zu einer jämmerlichen Ruine und weiter bis nichts mehr von den Wänden übrig ist. Die Landschaft die ich nun, da ich im freien stehe, wahrnehme ist karg und steinig, das einzige was ich am Horizont erblicke sind die Reste unserer "Zivilisation". Doch das ist nicht das Ende, im Gegenteil-wie im Zeitraffer bedeckt sich der graue Fels und rissige Asphalt mit fremdartiger Flora und Fauna und Wälder mit Bäumen von titanischen Ausmaßen wachsen unter einer Art vielfarbigen, wirren Version des Nordlichts. Viel ändert sich, ich sehe die Wälder vergehen und die Seen steigen, solange bis nur noch Wasser ist. Mein Körper verändert sich, passt sich an, ich spüre die Schwere des Wasser welches durch meine Kiemen strömt. Der Meeresgrund ist bedeckt mit faszinierenden,durchscheinenden,tentakligen Meerespflanzen welche mir über den Körper streichen. Ich schwimme, nein gleite durch diesen Ozean und sehe seltsame Wesen an mir vorrüber ziehen, friedlich und anmutig, einer mir unbekannten Choreografie folgend. Die Lichter über der Meeresoberfläche brechen sich an ihr und bilden vielfarbige Muster auf meiner grau glänzenden, schuppigen Haut. Ich nehme die elektrischen Impulse , welche durch die Muskelkontraktion anderer Lebewesen erzeugt werden wahr. Andere kleine Fische folgen mir und fressen was ich übrig lasse,putzen meine Haut und genießen meinen Schutz. Ich schwimme durch Tiefseegräben und bewege mich elegant durch riesige Planktonwälder. Es herrscht Stille welche ab und an vom Gesang der waalähnlichen Lebewesen durchbrochen wird, die in riesigen Rudeln durch das Meer streifen. Es wird immer dunkler und tiefer, meine Augen werden zu riesigen, gelben Tellern welche das Restlicht hier unten auffangen. Meine Haut wird Transparent und meine Flossen bilden sich ein wenig zurück und trotz der totalen Dunkelheit strahlen die Dinge und wesen hier untern in den abstrusesten Farben und Formen. Alles hier ist bizarr und dennoch wunderschön. Mein Verstand wird immer mehr durch Instinkt ersetzt, Ruhe kehrt in den Windungen meines Kopfes ein und Friede macht sich breit. Ich schließe meine Augen, lasse mich treiben und genieße. Ganz langsam öffne ich sie wieder. Meine Pupillen weiten sich und ich starre an die weiße Decke. Mein Geist ist benebelt und betäubt, beginnt aber langsam wieder zu arbeiten. Der Raum riecht nach süßlichen, schweren Rauch und auf dem kleinen, schwarzen Tischchen neben mir steht ein Glas auf dessen Boden sich eine üble, grünliche Flüssigkeit befindet, welche mit kleinen weißlich, grünen Pflanzenstückchen versetzt ist.Mein Blick streift ungläubig durch den Raum und ich lausche krampfhaft in die relative Stille hinein, darauf hoffend das ich die Waale wieder höre. Stattdessen vernehme ich aber das nervig, quietschende Krächzen der Straßenbahn, ein frustrierter Seufzer entfährt mir und der Lärm macht sich wieder in meinem Kopf breit....
27.2.08 22:56


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